Wahre Sunnah
  Tafsir der Sure 100
 

Die Kriegsführung von Ali ibn Abi Taleb (a.) -
Tafsir der Sure 100




Bei den schnaubenden Rennern, (1)
die dann Feuerfunken schlagen, (2)
alsdann frühmorgens anstürmen (3)
und damit Staub aufwirbeln (4)
und so in die Mitte (des Feindes) eindringen! (5)
(Sura 100, Vers 1-5)


Der Fürst der Gläubigen, Ali Ibn Abi Talib (as) wird an zahlreichen Stellen im heiligen Koran erwähnt. Allah (swt) hat ein besonderes Ereignis in seinem heiligen Buch erwähnt und dafür eine eigenständige Sure herab gesandt. Der Grund und die Ursachen für die Herabsendung dieser heiligen Verse sind auf den Fürst der Gläubigen, Ali Ibn Abi Talib (as) zurückzuführen.

„Wadi Yabis“ (übersetzt: „Das trockene Tal“) ist neben „Wadi Rajib“ und „Wadi Kufranja“ eines der drei Täler im heutigen Jordanien, welche am Fluss „Jordan“ liegen.

Die Schlacht fand zwischen den Muslimen und den Byzantinern statt, die mit 12.000 bewaffneten Männern das dreifache der muslimischen Armee bildeten, die gerademal 4000 Männer aufwies. Am ersten Tag gab der Gesandte Gottes Muhammad (s.) die Fahne des Islams einem Gefährten, doch als dieser die Anzahl der Gegner sah, kam er zitternd zurück und gab die Fahne des Islams zurück. Am zweiten Tag kam ein weiterer Gefährte und fühlte sich der Aufgabe gewachsen, doch auch dieser kam, wie sein Vorgänger, ängstlich und beeindruckt von der Anzahl der Ungläubigen zurück und gab die Fahne dem Gesandten Gottes (s.) wieder.

Am dritten Tag kam Amr Ibn al-Aas und wollte sich dieser besonderen Aufgabe stellen, doch auch er scheiterte, woraufhin, am vierten Tag, Gabriel (as) zum Gesandten Gottes hinabstieg und sagte:

„O Gesandter Allahs, dein Herr sendet dir seinen Frieden und sagt dir: Gib die Fahne des Islams ihrem Besitzer“

Der Fürst der Gläubigen, Ali Ibn Abi Talib (as) nahm die Fahne des Islams und wartete bis die Nacht hereinbrach. Alsdann zog er mit der muslimischen Armee Richtung Irak, woraufhin die Spione des Feindes die Meldung machten, dass sich die muslimische Armee zurückzieht. Daraufhin haben sie sich beruhigt und in Sicherheit gefühlt. Doch gegen die Zeit des Morgengebets schlug Imam Ali (as) die Richtung nach Wadi Yabis ein und nahm einen anderen Weg dorthin. Er befahl seinen Leuten ruhig zu sein. Sie beteten das Morgengebet mit ihrem Imam und griffen danach den Feind an, wobei der Fürst der Gläubigen (as) als erster, die muslimische Armee hinter ihm, angriff.

Sie bezwangen den Feind in einer Schlacht, die später als „die Schlacht des Eisens“ berühmt wurde und der Fürst der Gläubigen nahm mehr als 500 Geiseln, mehr als 100.000 Schafe und Pferde und Kamele. Er bezwang die Großen und Starken unter ihnen. Der Gesandte Gottes (s.) war in Madina, Ali war in Wadi Yabis, da erschien Gabriel zum Gesandten Gottes (s.) und sagte: „O Gesandter Allahs, empfange:

„Wal Adiyati Dhabha“ (100:1)
(Bei den schnaubenden Rennern)


„Al-Adiyat“ ist die Mehrzahl von „Adiye“, das sind die hektischen, schnaufenden Atemzüge der Kämpfer. Allah (swt) schwört sogar auf die Atemzüge der Mujahideen (Kämpfer).

„fal-Muriati Kadha“ (100:2)
(die dann Feuerfunken schlagen)


Damals trugen die Kämpfer eiserne Rüstungen, selbst an den Füßen. Als diese dann gegen Steine gestoßen wurden, haben Feuerfunken aufgrund der erzeugten Reibungswärme geschlagen. Allah (swt) schwört auf die Feuerfunken, die von den Füßen der Kämpfer schlugen.

„fal-Mughirati subha“ (100:3)
(alsdann frühmorgens anstürmen)


Als „Mughire“ wird ein Pferd bezeichnet, der den Feind frühmorgens angreift.

„fal atharna bihi Nak‘a“ (100:4)
(und damit Staub aufwirbeln)


“Nak’ ” bedeutet Staub, d.h. Staub wurde aufgewirbelt.

„fa wasatna bihi jam‘a“ (100:5)
(und so in die Mitte (des Feindes) eindringen!)


Der Imam (as) war mitten unter den Feinden und bezwang sie von ihrer Mitte aus. Als Ali Ibn Abi Talib (as) zurückkehrte und der Prophet (s.) ihn sah, wollte der Fürst der Gläubigen von seinem Pferd absteigen, doch da sagte der Prophet (s.):

“Nein, O Ali, bleib auf deinem Pferd. Ich liebe es in dein Gesicht zu schauen. O Ali, du bist für meine Umma wie der Koran, wie die Sura “Kul hua allahu ahad” (Sure 112). Wer die Sura 112 einmal liest, den schreibt Allah einen Lohn auf, als hätte er 1/3 des Korans gelesen. Und wer die Sure zweimal liest, der erhält den Lohn, als hätte er den Koran zu 2/3 gelesen. Wer die Sura 3-mal liest, der erhält den Lohn, als hätte er den gesamten Koran gelesen. O Ali, wer dich mit der Zunge liebt, der erfüllt 1/3 des Islams. Wer dich mit dem Herzen und der Zunge liebt, der erfüllt 2/3 des Islams. Wer dich mit dem Herzen und der Hand und der Zunge liebt, der erfüllt seine Religion.“

Gemäß dem heiligen Koran und den heiligen Versen, die in Ghadeer Khum herab gesandt wurden:

“Heute habe Ich euch eure Religion vervollkommnet und Meine Gnade an euch vollendet [...]” (5:3)

Die Vervollständigung der Religion kann nur durch die „Wilaya“ (Anhängerschaft, Vormundschaft) von Ali Ibn Abi Talib (as) erfolgen.



 
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